Die sechs Reisen
KARADA Life besteht aus sechs Reisen zu je achtundzwanzig Tagen. Jede führt in ein anderes Land, in dem Frauen auffällig lange beweglich bleiben, und jede bringt Ihnen etwas anderes mit nach Hause. Yuki geht jeden Tag mit Ihnen. Sie müssen sich nichts merken.
Warum sechs Reisen und nicht eine?
Weil eine Reise die falsche Antwort gewesen wäre.
Das Spannende ist: Diese Lebensweise findet man nicht nur in Japan. Auch an weit entfernten Orten wie Sardinien, Ikaria, Okinawa oder Nicoya bleiben viele Frauen bis ins hohe Alter täglich in Bewegung.
Genau diese Ähnlichkeit ist der Grund, warum das Programm aus sechs Reisen besteht. Sie sehen dieselben Prinzipien sechsmal in unterschiedlicher Form, bis sie nicht mehr japanisch wirken, sondern ganz selbstverständlich zu Ihrem eigenen Alltag gehören.
Eine Reise dauert achtundzwanzig Tage
Vier Wochen, jede Woche an einem anderen Ort. Sechs Tage gehen Sie, der siebte ist ein Pausentag mit einer ruhigen Hörstunde statt einer Einheit. Der Pausentag ist kein Ausfall, sondern Teil des Plans.
Jeder Tag hat ein eigenes Ziel und ein eigenes Thema. Sie hören nicht zwanzigmal dieselbe Aufnahme mit anderer Musik, sondern achtundzwanzig verschiedene, die aufeinander aufbauen. Die vierte Woche jeder Reise spielt nicht mehr im Ausland, sondern in Deutschland: Dort wird übersetzt, was Sie unterwegs gesehen haben, in Wege, Jahreszeiten und Wochenpläne, die es hier tatsächlich gibt.
Reise eins: Japan
Die Reise, mit der alles anfängt, und die einzige, in der Sie das Intervall selbst lernen.
Woche eins, Kyoto. Durch die alte Kaiserstadt, ihre Tempelwege und Bambushaine. Hier lernen Sie den Wechsel zwischen zügig und ruhig, die Atmung dazu, und Hara, die japanische Vorstellung von der eigenen Mitte.
Woche zwei, die Region um den Fuji. Der heilige Berg, seine Seen und die heißen Quellen von Hakone. Hier geht es um Hara Hachi Bu, aufhören, wenn es zu acht Zehnteln reicht. Um Kintsugi, die Kunst, zerbrochene Schalen mit Gold zu kitten, statt den Bruch zu verstecken. Und um Shinrin-yoku, das Waldbaden.
Woche drei, Okinawa. Die Insel mit den vielen Hundertjährigen. Hier geht es um Moai, die feste Gruppe von Menschen, die einander ein Leben lang begleiten. Um Ikigai, den Grund, morgens aufzustehen. Dazu Nuchi Gusui, Essen als Lebensmedizin, und Yuimaru, die gegenseitige Hilfe.
Woche vier, Tokio. Durch die alten, ruhigen Viertel der größten Stadt der Welt. Und die Frage, wie das alles in eine deutsche Woche passt.
Was Sie mitnehmen: Ihren eigenen Rhythmus aus zügig und ruhig, der ab hier auf allen weiteren Reisen mitläuft. Ein Maß beim Essen, das ohne Verbotsliste auskommt. Und einen anderen Umgang mit dem, was in Ihrem Leben schon gebrochen ist: Kintsugi versteckt den Riss nicht, es vergoldet ihn.
Reise zwei: Sardinien und Ikaria
Näher an uns dran als Japan, mit Wein, Brot und langen Mittagessen.
Woche eins führt in die Bergdörfer der Ogliastra im Osten Sardiniens. Dort ist Gehen kein Sport, sondern die Art, wie man sich bewegt, ein Leben lang. Il Cammino. Dazu La Famiglia und Il Pranzo, das Mittagessen, für das man sich neunzig Minuten nimmt.
Woche zwei geht in die Barbagia im Landesinneren und an die Ostküste. Thema ist Magrezza, Schlankheit als Lebensform statt als Diät. Sie hören von Consolata Melis, die 1907 geboren wurde und 2015 starb.
Woche drei liegt auf Ikaria in der griechischen Ägäis. Das Thema heißt dort sinngemäß, den Kontakt zur Zeit zu verlieren. Auf Ikaria lebt man nicht nach der Uhr.
Woche vier übersetzt das nach Deutschland.
Was Sie mitnehmen: drei Mahlzeiten statt ständigem Zwischendurch, und einen ehrlichen Blick in Ihre eigene Snack-Schublade. Die Hauptmahlzeit mittags, abends kleiner und früher. Langsamer essen, die Gabel zwischen den Bissen ablegen, das Telefon weg. Hülsenfrüchte und Olivenöl als Alltag, nicht als Kur. Und einen Tag in der Woche ohne Uhr. Chi va piano, va lontano: Wer langsam geht, kommt weit.
Reise drei: Norwegen und Dänemark
Diese Reise ist für den Teil des Jahres gedacht, an dem die meisten guten Vorsätze sterben.
Woche eins führt an die norwegische Westküste und hinauf in den Norden. Friluftsliv, das Leben draußen, ist dort keine Freizeitbeschäftigung, sondern Teil davon, wer man ist. Allemannsretten ist das Recht, überall gehen zu dürfen. Hier lernen Sie auch die Stocktechnik des Nordic Walking kennen, ausdrücklich als Angebot und nicht als Pflicht.
Woche zwei bleibt in Norwegen, an den Fjorden und im hohen Norden. Dort geht es um die Sprache der Stille und, wer mag, um den ersten Kältereiz.
Woche drei ist Dänemark, von der Hauptstadt über die Heide bis auf eine Ostseeinsel. Hygge, und Pyt, ein kleines Wort, das man sagt, wenn etwas nicht wichtig genug ist, um sich daran festzubeißen.
Woche vier wird deutsch und praktisch: Kleidung, Stöcke, Licht.
Was Sie mitnehmen: einen Weg durch den November. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, und dazu eine Regenjacke, eine feste Uhrzeit und drei Routen, eine kurze, eine mittlere, eine lange, damit auch der zäheste Tag eine Variante hat. Morgens fünfzehn bis dreißig Minuten Tageslicht. Eine warme Ecke mit Licht, Decke und Tee, ohne Telefon. Und Pyt für all das, was den Tag sonst kippt.
Reise vier: Schweden und Finnland
Woche eins beginnt in Stockholm und in den Wäldern und Schäreninseln davor. Lagom heißt: die richtige Menge. Nicht zu wenig, nicht zu viel, genug. Fika ist die bewusste Pause mit anderen, zweimal am Tag. Skogsbad ist das schwedische Waldbaden.
Woche zwei führt in die schwedische Seenlandschaft, zur Stuga, dem einfachen Sommerhaus, und zum Promenad, dem täglichen Gang, den man nicht diskutiert.
Woche drei ist Finnland, vom Süden bis nach Lappland. Sisu ist die stille Reserve für die Zeiten, in denen es schwer ist. Dazu Sauna und, für die, die wollen, das Eisbaden.
Woche vier bringt Lagom in Ihren Konsum, Ihre Zeit und Ihre Nachrichtenlage.
Was Sie mitnehmen: die Lagom-Frage am Abend, wo Sie heute über das Maß hinausgegangen sind, und zwar ohne Selbstvorwurf. Zwei feste Fika-Zeiten, halb zehn und halb vier, notfalls am Telefon mit einer Freundin. Einen Waldtag in der Woche und einen Lieblingsbaum für die kurze Version. Und ein Tempo beim Gehen, bei dem Sie noch sprechen können.
Kälte und Sauna sind auf dieser Reise ausdrücklich freiwillig und werden langsam aufgebaut. Wenn Sie Herz oder Kreislauf betreffende Beschwerden haben, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin.
Reise fünf: Costa Rica
Woche eins liegt auf der Halbinsel Nicoya an der Pazifikküste. Pura Vida ist dort keine Floskel auf einem T-Shirt, sondern eine tägliche Entscheidung, das Leben als gut anzusehen. Caminar ist Gehen als Alltag.
Woche zwei geht es um Plan de Vida, das tiefe Warum des Aufstehens. Anders als Ikigai ist es auf Menschen bezogen: Wer profitiert davon, dass es mich gibt? Dazu Sobremesa, das Sitzenbleiben nach dem Essen.
Woche drei dreht sich um die drei Schwestern der mittelamerikanischen Küche, Mais, Bohnen und Kürbis, und darum, was das Wasser dort besonders macht.
Woche vier übersetzt es: die deutschen drei Schwestern sind Vollkorn, Hülsenfrüchte und Kohl- oder Wurzelgemüse.
Was Sie mitnehmen: ein Werkzeug gegen das nächtliche Grübeln. Drei Fragen bei Sorgen: Ist das real oder ausgedacht? Kann ich heute etwas daran ändern? Was ist der erste Schritt? Dazu eine Tasse Bohnen am Tag, einmal in der Woche eine Mahlzeit, bei der Sie hinterher dreißig Minuten sitzen bleiben, und Wege, die Sie wieder zu Fuß gehen statt mit dem Auto.
Für viele Frauen hier ist diese Reise die schwerste. Sich weniger Vorwürfe zu machen, ist schwerer, als früher aufzustehen.
Reise sechs: die Heimat
Die letzte Reise führt nirgendwohin. Die fremden Wörter werden übersetzt: Hara wird Mitte, Hygge wird Gemütlichkeit, Plan de Vida wird Sinn.
Woche eins ist die Heimat im Inneren: Körper, Atem, Gehen, Stille.
Woche zwei ist die Heimat im Äußeren: Ihre Wohnung, Ihr Balkon oder Garten, Ihre Nachbarschaft, Ihre Wege, Ihre Jahreszeiten.
Woche drei sind die Beziehungen: zu sich selbst, zum Partner oder zum Alleinsein, zu Kindern und Enkeln, zu Freundinnen.
Woche vier ist der Abschluss. Was bleibt, was Sie mit Rückschlägen machen, und was Sie weitergeben. Am achtundzwanzigsten Tag schreiben Sie einen Brief an sich selbst in zehn Jahren.
Was Sie mitnehmen: Ihre eigene Mindestdosis für schlechte Tage, festgelegt an einem guten. Eine Atmung, die auch um drei Uhr nachts funktioniert. Drei feste Wege vor Ihrer Haustür. Und eine andere Art, mit sich selbst zu sprechen, nämlich so, wie Sie mit einer guten Freundin sprechen würden.
Die sechs Dinge, die überall gleich waren
Zwischen Okinawa, Sardinien, Dänemark und Costa Rica liegen Tausende Kilometer. Sechs Dinge kamen trotzdem überall vor.
Bewegung. Jeden Tag zu Fuß, im eigenen Wechsel aus zügig und ruhig. Nirgends als Sport, überall als Lebensform. Cammino, Friluftsliv, Promenad, Caminar.
Essen mit Maß, nicht mit Verzicht. Hara Hachi Bu, Magrezza, Lagom, die drei Schwestern. Nirgends eine Diät. Überall Hülsenfrüchte, langsames Essen und die Fähigkeit, satt zu sein.
Menschen um sich. Moai, La Famiglia, Fika, Familia. Es müssen nicht viele sein. Drei bis fünf wirkliche Verbindungen genügen.
Ein Grund, aufzustehen. Ikigai, Plan de Vida. Meist etwas Kleines und Konkretes, kein großer Lebensentwurf.
Pausen, die heilig sind. Il Pranzo, Fika, Hygge, Sobremesa, der Pausentag. Nicht als Belohnung für Leistung, sondern als fester Teil des Tages.
Annehmen statt kämpfen. Kintsugi, Pyt, Sisu, Pura Vida. Der Bruch wird nicht versteckt, der schlechte Tag nicht bestraft.
Der Satz, der in den Aufnahmen immer wiederkommt: Beständigkeit heißt Rückkehr, nicht Perfektion.
Was auf jeder Reise gleich bleibt
Der Rhythmus wächst mit Ihnen. Wie lang Ihre zügigen Abschnitte sind, hängt von Ihren Antworten im Fragebogen ab und davon, wie oft Sie tatsächlich gehen. Der Ablauf steht auf So funktioniert KARADA Life.
Zu jeder Reise gehört eine Reisekarte zum Ausdrucken, die ganze Reise auf einem Blatt, Tag für Tag zum Abhaken.
Am Ende jeder Reise wartet eine längere Hörstunde, die sich erst freischaltet, wenn Sie den letzten Tag erreicht haben.
Wenn Sie eine Woche aussetzen, verpassen Sie nichts. Die Reise wartet an der Stelle, an der Sie sie verlassen haben.
Was diese Reisen nicht sind
Yuki ist eine Figur, keine Ärztin und keine Therapeutin. Sie stellt keine Diagnosen und gibt keine Heilversprechen.
Was Sie über Okinawa, Sardinien, Ikaria oder Nicoya hören, sind Beobachtungen darüber, wie Menschen dort leben. Es sind keine Aussagen darüber, was das bei Ihnen bewirkt. Die Forschung dazu, samt der Einwände, steht auf Quellen und Studienlage.
KARADA Life ist kein medizinisches Angebot. Es ersetzt keine ärztliche Beratung, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben, sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie beginnen.
Es gibt kein Abonnement
Sie zahlen einmal, der Zugang bleibt. Es verlängert sich nichts, es wird nichts abgebucht, und es gibt nichts zu kündigen.
Wer hinter dem Programm steht und was Sie prüfen können, bevor Sie etwas bezahlen, steht auf Erfahrungen mit KARADA Life. Die Anbieterangaben stehen im Impressum.